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Fit For Future
Unsere Experten am Arbeitsplatz

Der Einfallsreichtum unserer Mitarbeiter ist unser kreativer Motor. Darum hat die BHS seit 1999 einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) fest in ihrer Unternehmenskultur verankert. Hinter diesem Zungenbrecher verbirgt sich die Haltung, neuen Ideen die Tür zu öffnen und so unsere unternehmerische Lernkurve zu beschleunigen. Die Voraussetzung ist ein offener Umgang mit Problemen. Unter dem Motto „3 F – Fit For Future“ zielt dieses Programm insbesondere darauf, unsere internen Prozesse effizienter zu gestalten und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit der BHS zu erhöhen. Das betrifft Rüstprozesse genauso wie die bessere Nutzung von Ressourcen. Einzeln oder in Projektgruppen erarbeiten die Mitarbeiter kleine Verbesserungen oder große Konzepte, z.B. zum Energiesparen oder zur Effizienzsteigerung in der Produktion.

Die erzielten Erfolge liegen dabei nicht allein in der Optimierung der Abläufe, sondern in der hohen Motivation der Mitarbeiter. Die Bereitschaft zum Mitgestalten ist ungebrochen hoch: Jährlich werden an die 1.000 Ideen eingereicht, wie wir Dinge anders und somit besser machen können. Alle Ideen werden vom Unternehmen honoriert, großen Ideen sogar mit mehreren Tausend Euro.

 

„Der Mitarbeiter sieht manchmal Dinge, die selbst der Vorgesetzte so nicht im Blick hat. Das Fachwissen, das Denken in Prozessen und die daraus entstehenden Verbesserungsvorschläge aus den eigenen Reihen sind für das Unternehmen von unschätzbarem Wert.“ Jörn Volkmann, Leiter KVP

Projektarbeit

Die Reduzierung der Rüstzeiten ist immer wieder Fokusthema bei der Projektarbeit. Dabei wird der Rüstvorgang an den betreffenden Anlagen durch eine Projektgruppe bis ins Detail analysiert. Im ersten Schritt zeichnen die Rüster selbst, mittels eines sogenannten Spaghetti-Diagramms, ihre Laufwege auf. Im Anschluss daran sucht das Projektteam gemeinsam nach cleveren Ideen, um die Rüsttätigkeiten schneller und einfacher durchzuführen. Durch diese gemeinsame Projektarbeit konnte die Rüstzeit an einzelnen Anlagen um bis zu 50 % reduziert werden.

Die Mitarbeiter werden bei der BHS regelmäßig in die Optimierung ihres Arbeitsumfeldes eingebunden und erlernen so gleichzeitig eine Vorgehensweise zur strukturierten Problemlösung.

Pfiffige Idee für die Glühofeninspektion

Wenn das private Hobby einem auch in der Arbeit weiterhilft, ist das eine tolle Sache: Der Glühofen im Brennbetrieb der Becherfertigung Weiden ist ein 40 m langer Tunnel, der nur ca. 20 cm hoch und entsprechend schwer zugänglich ist. Jede Inspektion war somit immer mit viel Aufwand verbunden. Abteilungsleiter Stefan Prölß, in seiner Freizeit passionierter Modellbauer und begnadeter Bastler, hatte eine zündende Idee. Er baute eines seiner Modell-Fahrzeuge so um, dass es in den engen Schacht passte, stattete es mit einer Kamera aus und schon konnte die Inspektionsfahrt losgehen. „Im Ofen ist es natürlich stockfinster, deshalb habe ich das Auto mit LED-Scheinwerfern ausgerüstet“, erzählt Prölß. Er manövrierte das Fahrzeug per Fernbedienung durch den Ofen und konnte diesen über Monitor auf Schwachstellen überprüfen. Daumen hoch für diese super Idee, die uns viel Zeit und Mühe erspart hat!