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Vorstand BHS tabletop AG

Von links nach rechts:
Hans G. Beckmann (Vorstandsvorsitzender), Uwe Kolb (Vorstand Finanzen),
Rainer Schwarzmeier (Vorstand Produktion/Logistik), Christian Strootmann (Vorstand Marketing/Vertrieb)

Erfolg braucht couragierte Entscheidungen.

„Manchmal muss man ganz unsentimental das Herz herausreißen, um weiterzuleben“, sagt Hans G. Beckmann. Als er 1995 an Bord kam, war die AG – die damals noch unter Hutschenreuther AG firmierte – ein Sanierungsfall. Die Zeit des weißen Goldes schien vorbei. Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs drängten Porzellanhersteller aus Ungarn und Tschechien auf den Markt, auf dem Fuße folgten die asiatischen. Die Nachfrage nach repräsentativem Geschirr für den Privathaushalt war rückläufig und billige Plagiate überschwemmten den Markt.

Der neue Vorstandschef riss das Steuer herum, verkaufte das Haushaltsgeschäft und stieß die Rohstoffgruben ab. Eine Kehrtwende, die dem Turn-around-Manager viel Gegenwind bescherte. Beckmann scharte eine couragierte Führungscrew um sich und schwor sie auf eine radikal neue Strategie ein: den kompletten Ausstieg aus dem Consumer-Geschäft und die volle Konzentration auf den Markt für Außer-Haus-Verpflegung – bis dato ein Nischenkind im Unternehmen.

Über Monate wurden die Mitarbeiter mit dem neuen Geschäftsmodell vertraut gemacht und moderne Management-Systeme wie Fehlerkultur und kontinuierlicher Verbesserungsprozess eingeführt. Der traditionsreiche Hersteller ist heute eine moderne B-to-B-Company. 1998 folgte die Umbenennung in BHS tabletop AG, ein Name, der sich aus den drei Marken Bauscher, Hutschenreuther Hotel (heute Tafelstern) und Schönwald zusammensetzt.

Der Mut wurde belohnt. Heute ist die BHS tabletop AG Weltmarktführer für Profi-Porzellan. „Wir hatten die Chuzpe, das zu machen, wofür uns keiner kannte, worin wir aber wertvolles Know-how besaßen.“

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